Österreich
Nachhaltigkeit

Emissionsreduktion entlang der Wertschöpfungskette

Wir arbeiten in unserer eigenen Produktion und entlang der Wertschöpfungskette mit unseren Partnern kontinuierlich daran, die Treibhausgasemissionen aus unseren Geschäftsaktivitäten zu reduzieren.

Die Produktion von Chemikalien benötigt viel Energie. Zudem entstehen in bestimmten Prozessen Treibhausgase als Nebenprodukte. Unser Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen, die bei der Erzeugung von Energie in Kraftwerken anfallen, und die Emissionen aus den Produktionsprozessen fortlaufend zu reduzieren. Darum arbeiten unsere Experten ständig daran, die Prozesse und den Aufbau unserer Anlagen weiter zu verbessern.

Zudem binden wir unsere Mitarbeiter durch kontinuierliche Kampagnen, bei denen Mitarbeiter an verschiedenen BASF-Standorten Verbesserungsvorschläge für die Betriebsabläufe einreichen können, in unsere Bemühungen zur Effizienzsteigerung ein. Jede umgesetzte Idee wird mit einer finanziellen Prämie gewürdigt, die sich proportional zur Kosten- und Emissionseinsparung errechnet. So erreichen wir jedes Jahr eine Verringerung der Emissionen in Höhe von mehreren Tausend Tonnen CO2-Äquivalente.

Dadurch haben wir auf dem Weg zu mehr Klimaschutz bereits viel erreicht. Es ist uns gelungen, die absoluten Emissionen im Chemiegeschäft im Vergleich zu 1990 um 48,1 Prozent zu senken. Die Reduktion pro Tonne Verkaufsprodukt lag sogar bei 72,1 Prozent.

Chart: Treibhausgasemissionen entlang der BASF-Wertschöpfungskette im Jahr 2021

Angepasste Abbildung aus dem  BASF Online Report 2021

Zersetzungskatalysatoren für Lachgas

Die Verwendung von Zersetzungskatalysatoren für Lachgas (N2O) ist ein wichtiger Hebel zur Reduktion von Treibhausgasen in unserer Produktion. Wir haben in sämtlichen Anlagen, in denen Lachgas als Nebenprodukt entsteht, eigene N2O-Zersetzungskatalysatoren installiert.

 

Nachhaltige Energieversorgung für Produktionsstandorte

Energie ist einer der größten Kostenfaktoren bei der Produktion. Deshalb arbeitet die BASF kontinuierlich daran, Energie effizient zu erzeugen und zu nutzen. Wesentliche Komponenten sind hierbei die Nutzung des Energieverbunds an den Produktionsstandorten sowie der Kraft-Wärme-Kopplung bei der Energieerzeugung.

Den Einsatz erneuerbarer Energien prüfen wir kontinuierlich. Um den Zugang zu Strom aus erneuerbaren Energien sicherzustellen, verfolgen wir einen Make & Buy-Ansatz. Zum einen investiert BASF in eigene Erzeugungsanlagen für Grünstrom, insbesondere Offshore-Windkraftanlagen. Zum anderen setzt BASF auf den Zukauf von Grünstrom am Markt. Je nach Region und Marktregulierung werden hierfür langfristige Lieferverträge mit Anlagenbetreibern, Grünstromverträge oder Grünstromzertifikate genutzt. Ein zentrales Einkaufskriterium ist die „Zusätzlichkeit“ des bezogenen Stroms. Das heißt, es erfolgt primär ein Strombezug aus neuen Erzeugungsanlagen basierend auf Wind- und Sonnenenergie.

Ressourcen im Energieverbund nutzen

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Der Verbundstandort Ludwigshafen

Weltweit setzen wir an großen Produktionsstandorten auf das Verbundkonzept, das Produktion und Energiebedarf auf intelligente Weise miteinander verknüpft: Primärenergieträger werden sowohl als Rohstoff als auch für die Strom- und Dampferzeugung optimal genutzt. Entstehende Prozesswärme wird nicht an die Umwelt abgegeben, sondern steht den Betrieben als Energie zur Verfügung. 2021 haben wir durch den Verbund rund 21,4 Millionen MWh eingespart. Dies entspricht einer Umweltentlastung von 4,3 Millionen Tonnen CO2. 45 Prozent des Dampfverbrauchs der BASF Gruppe werden durch Abhitzenutzung und Verbrennung von Reststoffen aus der Produktion gedeckt. Der Verbund ist eine unserer herausragenden Stärken, um Ressourcen effizient zu nutzen. Er ist für uns deshalb ein entscheidender Erfolgsfaktor im Wettbewerb und für den Umweltschutz.

Mehr Informationen zum Verbundkonzept bei BASF

Kraft-Wärme-Kopplung

Low angle view of two silver towers
Effiziente Energieerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung

Um unsere Produktionsstandorte mit Strom und Dampf zu versorgen, setzen wir seit Jahren auf eine Kombination aus Gas- und Dampfturbinen (GuD-Anlagen) in Kraft-Wärme-Kopplung. Diese laufen in unseren Kraftwerken mit einem Gesamtwirkungsgrad von nahezu 90 Prozent – die beste derzeit verfügbare Technologie der industriell nutzbaren Energieumwandlung. Weltweit werden unsere Standorte durch mehr als 25 eigene und von Partnerfirmen betriebene Gasturbinenanlagen in Kraft-Wärme-Kopplung versorgt. Rund 58 Prozent des Strombedarfs der BASF kann auf diese Weise bereitgestellt werden. Hierdurch sparten wir in 2021 gegenüber der getrennten Strom- und Dampferzeugung jährlich etwa 15,0 Millionen MWh an fossilen Brennstoffen ein – das entspricht einer Umweltentlastung von 3,0 Millionen Tonnen CO2.

Mehr über die Energieversorgung der BASF-Gruppe

Energiemanagement, Energieeffizienz und ISO 50001 bei BASF

Chart: Zertifizierte Energiemanagementsysteme (ISO 50001) an Standorten der BASF-Gruppe weltweit, bezogen auf Primärenergiebedarf

Zertifizierte Energiemanagementsysteme (ISO 50001) an Standorten der BASF-Gruppe weltweit, bezogen auf Primärenergiebedarf

Als energieintensives Unternehmen achten wir seit jeher auf den effizienten Einsatz von Energie. Im Rahmen unseres umfassenden Energiemanagements analysieren, verbessern und überprüfen wir ständig unsere energiebezogene Leistung. Unser Ziel, bis Ende 2020 an allen relevanten Produktionsstandorten zertifizierte Energiemanagementsysteme nach DIN EN ISO 50001 einzuführen, haben wir umgesetzt. Die Auswahl der relevanten Standorte ist bestimmt durch die Höhe des Primärenergiebedarfs und der lokalen Energiepreise. Die relevanten Standorte repräsentieren zusammen 90 Prozent des Primärenergiebedarfs der BASF. Ende 2021 waren weltweit 76 Standorte mit einem Anteil von 90 Prozent unseres Primärenergiebedarfs zertifiziert.

Eine Broschüre zum Thema „Energiemanagement, Energieeffizienz und ISO 50001 bei BASF“ finden Sie hier. Einzelne Zertifikate stehen bei Bedarf zur Verfügung.

Lieferanten und Rohstoffe

Die enge Zusammenarbeit der Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist eine Voraussetzung dafür, dass Treibhausgasmissionen gesenkt werden, denn oft lassen sich Möglichkeiten zur Reduzierung der Emissionen nur gemeinsam umsetzen. 59 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen entstanden bei der Herstellung der Rohstoffe, Vorprodukte, Energieträger, Services und Kapitalgüter, die BASF in 2021 eingekauft hat. Um Transparenz zu schaffen und die vorgelagerten Emissionen besser steuern und langfristig reduzieren zu können, haben wir im Jahr 2021 ein globales Lieferanten-CO2-Management-Programm („Supplier-CO2-Management-Program“) aufgesetzt.

Umweltschutz-, Arbeitssicherheits- und Sozialstandards sind neben wirtschaftlichen Kriterien Teil der Bewertung neuer und bestehender Lieferbeziehungen. Diese sind in unseren Einkaufsbedingungen verankert.

Verantwortliches Handeln in der Lieferkette

CO2-Fußabdruck von Rohstoffen

Transport

Photo: KTL

Kombiverkehr ist ein wichtiger Hebel zur Emissionsreduzierung in der Logistik. Beim Transport von Gütern mit dem Zug statt Lkw werden die CO2-Emissionen um bis zu 65 Prozent reduziert. BASF nutzt den Kombiverkehr an seinen großen Produktionsstandorten in Ludwigshafen, Schwarzheide und Antwerpen.

Kombiverkehrsterminal der BASF