Global
Nachhaltigkeit

Energie- und Klimapolitik

Als energieintensives Unternehmen setzen wir uns für Energieeffizienz und globalen Klimaschutz ein. Um entsprechende Lösungen anbieten zu können, brauchen Unternehmen marktorientierte und kosteneffiziente regulatorische Rahmen­bedingungen, die vorhersehbar und stabil sind. Deshalb beteiligt sich BASF an der politischen Debatte auf der Suche nach Lösungen, die soziale Verantwortung, Schutz der Umwelt und ökonomische Machbarkeit vereinen.

Wasserstoff ist ein unverzichtbarer Rohstoff für die chemische Industrie und gewinnt als neuer Energieträger zunehmend an Bedeutung, da er dazu beitragen kann, den Kohlenstoff-Fußabdruck unserer Gesellschaft zu reduzieren. Daher arbeiten die Europäische Union und viele Länder weltweit an entsprechenden Strategien zum Einsatz und zur Nutzung von Wasserstoff.

Das "Pariser Abkommen" wurde auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen im Jahr 2015 von fast 200 Staaten verabschiedet und im November 2016 ratifiziert. Als erstes rechtlich verbindliches globales Klimaschutzabkommen überhaupt legt es einen Rahmen fest, der darauf abzielt, den Klimawandel durch Begrenzung der Erderwärmung zu vermeiden. Die Länder verpflichten sich freiwillig zu nationalen Zielen in Form von national festgelegten Beiträgen (NDCs), die einer regelmäßigen Überprüfung unterliegen. Die Industrieländer werden die Entwicklungsländer finanziell unterstützen, um ihnen zu helfen, ihre Emissionen zu reduzieren und sich an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen.

Emissionshandelssysteme (ETS) und Kohlenstoffpreissysteme wurden weltweit mit dem Ziel eingeführt, den Klimawandel abzumildern. Das EU-Emissionshandelssystem ist eine wichtige Säule der EU-Klimapolitik, die sowohl den Energiesektor als auch die Industrieproduktion umfasst. Es zielt darauf ab, den Ausstoß von Treibhausgasen zu minimalen Kosten für die Wirtschaft zu reduzieren, indem eine begrenzte Anzahl von Emissionsrechten ausgegeben und anschließend auf dem Markt gehandelt wird. In einigen Ländern unterliegen auch der Verkehrs- und Gebäudesektor einem ETS, z. B. in Deutschland.

Energieeffizienz vergleicht einen Output an Leistung, Dienstleistung oder Gütern mit einem Input an Energie, z. B. die Energie, die benötigt wird, um ein Haus um eine bestimmte Temperatur zu heizen oder zu kühlen, oder den Strom, der benötigt wird, um eine bestimmte Menge eines chemischen Produkts zu produzieren. Zusammen mit den erneuerbaren Energien wird die Energieeffizienz als integraler Bestandteil einer nachhaltigen Energiepolitik betrachtet. In ihrem Bericht "Energieeffizienz 2020" schätzt die Internationale Energieagentur (IEA), dass die Energieeffizienz in den nächsten 20 Jahren mehr als 40 % der Reduzierung der energiebezogenen Treibhausgasemissionen liefern wird.