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Nachhaltigkeit

Unsere Lösungen: Produkte für den Klimaschutz

BASF-Produkte sind in zahlreichen Klimaschutztechnologien enthalten. So ermöglichen wir Energieeffizienz und Klimaschutz in verschiedenen Sektoren, wie beispielsweise im Gebäudebereich, in der Automobilbranche und in industriellen Prozessen.

Den Beitrag unserer Produkte zum Klimaschutz wollen wir weiter steigern. Dabei setzen wir auch auf unsere Kompetenz in Forschung und Entwicklung: Rund die Hälfte unserer jährlichen Forschungsaufwendungen entfallen auf die Entwicklung von Produkten und Prozessen, die zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen und zur Steigerung von Energie- und Ressourceneffizienz beitragen.

 

Beispiele für unsere Produkte zum Klimaschutz:

Effiziente und umweltfreundliche Dämmstoffe

Photo: Materials for house building

Neopor® – energieeffiziente Fassadendämmung

Vor über 50 Jahren erfand die BASF einen Klassiker für effizientes Dämmen, der unter dem Markennamen Styropor® weltweit bekannt ist. Mit Neopor® haben wir diesen Klassiker weiterentwickelt.

Die Neuheit bei diesem Produkt ist die Beimischung von schwarzen Graphitteilchen, welche die Dämmleistung um bis zu 20 Prozent verbessern.

Um einen Altbau zu dämmen, sodass der Heizenergiebedarf von 21 Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr auf 7 Liter sinkt, braucht man daher weniger Dämmmaterial als bei der Dämmung mit herkömmlichem Styropor.

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Styrodur® - energieeffiziente Allrounder-Dämmplatte

BASF produziert bereits seit 1964 die grüne Dämmplatte Styrodur®, die in Europa zum Synonym für Extrudierten Polystyrolhartschaum (XPS) geworden ist. Der Dämmstoff setzt sich vor allem durch Vielseitigkeit, Robustheit, geringe Wasseraufnahme und höchste Druckfestigkeit aus.

Seit 2015 gibt es die nächste Styrodur® Generation: Thermisch verschweißtes Styrodur® mit einem einzigen Lambdawert über das komplette Dickenspektrum.

Eine Analyse zeigt, dass die im Jahr 2019 verkauften Mengen an Styropor®, Neopor® und Styrodur® bei ihrer Nutzung als Dämmmaterialien in der Gebäudebestandssanierung unseren Kunden helfen, über den gesamten Lebensweg gerechnet 62 Millionen Tonnen an CO2-Emissionen einzusparen. Die Berechnung basiert auf einer Lebenszyklusanalyse unter Berücksichtigung der Herstellung und Entsorgung der Dämmmaterialien und vergleicht den Energieverbrauch eines sanierten mit einem nichtsanierten Gebäude über einen Zeitraum von 50 Jahren. Bei der Berechnung der vermiedenen Treibhausgasemissionen haben wir die chemiesektorspezifischen Standards des International Council of Chemical Associations (ICCA) und des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) berücksichtigt.

BASF bietet Styropor®, Neopor® und Styrodur® auch als biomassenbilanzierte Varianten an. Bei der Produktion dieser sogenannten BMB-Produkte ersetzen wir fossile Rohstoffe nach einer extern zertifizierten Massenbilanzierungsmethode zu 100 % durch erneuerbare Rohstoffe wie Bionaphtha oder Biogas. Hierdurch können bereits bei der Herstellung der Produkte zusätzlich CO2-Emissionen sowie fossile Ressourcen eingespart werden. Gemeinsam mit der Firma Bachl, einem deutschen EPS-Dämmstoffproduzenten, haben wir im Rahmen einer Lebenszyklusanalyse berechnet, dass sich der CO2-Ausstoß bei der Produktion der Dämmplatten aus Neopor® BMB durch den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen im Vergleich zu Dämmplatten aus konventionell hergestelltem Neopor® um 66 % reduziert (bezogen auf einen Kubikmeter Dämmplatte).

Photo: Resistant foam

Polyurethane – energieeffiziente Alleskönner

Dank ihrer hervorragenden Dämmeigenschaften werden Polyurethan- (PU) Hartschaumsysteme in vielen Wärme- und Kälteschutzanwendungen eingesetzt. Architekten bietet PU-Hartschaum neben Energie- und Kosteneinsparungen gestalterische Freiheiten und Wohnraumgewinn durch schlankere Konstruktionsmöglichkeiten. Daher kommt PU beim Hausbau in vielen Dach-, Wand- und Fußbodenanwendungen zum Einsatz.

Darüber hinaus werden Elastopor®- und Elastopir®-Hartschäume als Kernmaterial von Sandwichpaneelen verwendet, beispielsweise als Fassaden- und Dachelement im Kühlhaus- und Hallenbau. PU-Hartschaum wird zudem bevorzugt in Kühl- und Gefriergeräten und zur Dämmung von Warmwasserspeichern eingesetzt – aber auch als Isolationsmaterial für Rohre von Fernwärmeleitungen.

Weitere innovative Klimaschutzprodukte im Bereich Wärmedämmung sind unter anderem die neuen Hochleistungs-Dämmstoffe von BASF auf Polyurethanbasis beziehungsweise auf mineralischer Rohstoffbasis,  SLENTITE® und SLENTEX®, die bei geringerer Dicke eine noch effizientere Dämmung als herkömmliche Materialien ermöglichen.

Kunststoffe und Additive für mehr Nachhaltigkeit im Bereich Mobilität

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Innovation in Oberflächentechnologie senkt Emissionen im Frachtflugverkehr

In einem Gemeinschaftsprojekt haben Lufthansa Technik und BASF den Oberflächenfilm „AeroSHARK“ entwickelt, der die Eigenschaften von Haifischhaut imitiert und so die Aerodynamik an strömungsrelevanten Stellen des Flugzeugs optimiert. Der geringere Reibungswiderstand eines Flugzeugs in der Luft reduziert auch den Treibstoffverbrauch. Ab Anfang 2022 soll AeroSHARK auf der gesamten Frachterflotte der Lufthansa Cargo zum Einsatz kommen und macht die Flugzeuge noch sparsamer und emissionsärmer.

Für den Einsatz an den zehn Frachtflugzeugen vom Typ Boeing 777F der Lufthansa Cargo rechnet Lufthansa Technik mit einer Reibungsverminderung von mehr als einem Prozent. So werden jährliche Einsparungen von rund 3.700 Tonnen Kerosin und fast 11.700 Tonnen CO2-Emissionen möglich. Hochgerechnet auf die gesamte Lufthansa Cargo-Flotte entspricht der jährlich eingesparte CO2-Ausstoß 48 einzelnen Frachtflügen von Frankfurt nach Shanghai.
Auch außerhalb der Luftfahrt will BASF mit funktionalen Oberflächenfilmen Kunden dabei unterstützen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, zum Beispiel in der Windkraftindustrie.

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Hochleistungsadditive entlasten das Klima

BASF-Kraftstoffadditive der Marke Keropur® sind Zusätze, die dem Kraftstoff in geringen Mengen beigemischt werden und zu einer besseren Verbrennung im Motor führen. Dadurch wird der Kraftstoffverbrauch gesenkt und ein vorzeitiger Verschleiß des Motors vermieden. Das reduziert den Ausstoß von Schadstoffen und Treibhausgasen.

In einem Flottentest über 64.000 Kilometern mit einem führenden Mineralölkonzern wurde mit einem Premiumadditivpaket eine Kraftstoffeinsparung von bis zu 2 Prozent gemessen. Abgesehen von der Kraftstoffersparnis konnten auch die Schadstoffemissionen um rund 20 Prozent gesenkt werden. Auf diesen Ergebnissen basiert eine Ökoeffizienz-Analyse, in der additivierter mit nicht-additiviertem Kraftstoff verglichen wurde. Das Ergebnis dieser Analyse zeigt eindeutig, dass Kraftstoffadditive einen beträchtlichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten.

Photo: Growing plants

Beim Einsatz von Düngemitteln werden große Mengen Lachgas durch Zersetzung von Stickstoffverbindungen im Boden freigesetzt. Der BASF-Nitrifikationshemmer sorgt dafür, dass das im Dünger enthaltene Ammonium von Bodenbakterien langsamer umgewandelt wird. Dadurch entsteht wesentlich weniger Lachgas. Der Dünger kann die Pflanze effizienter versorgen, und die Pflanze muss deutlich weniger gedüngt werden. Dadurch können gleiche Erträge mit weniger Dünger erzielt werden, was die Treibhausgasemissionen verringert. Auch die Grundwasserbelastung wird durch die Nitrifikationshemmer deutlich reduziert.

Chemie macht Windkraft wirtschaftlicher

Die BASF unterstützt die Weiterentwicklung der Windkraft als klimafreundliche Energiequelle. Die innovativen Lösungen der BASF tragen zur effizienteren Fertigung und Wartung von Rotorblättern, Fundamenten, Türmen und Getrieben für Windkraftanlagen bei.

Photo: Windmills in the sea

Aminhärter für Hochleistungs-Rotorblätter aus Epoxidharz

Größere Rotorblätter verhelfen modernen Windkraftanlagen zu höherer Leistung. Als Material für die Herstellung solcher Rotorblätter haben sich Verbundwerkstoffe auf Basis von Epoxidharzen etabliert. BASF bietet für diese zweikomponentigen Systeme die Aminhärter unter dem Markennamen Baxxodur™ an.

Damit große Flügel fehlerfrei produziert werden können, dürfen die verwendeten Komponenten des Systems beim Füllen der Formen nicht zu schnell reagieren. Gleichzeitig sollen die Epoxidharz-Systeme in der Form schnell aushärten, damit diese für die Fertigung des nächsten Flügels frei wird. Speziell zur Herstellung großer Faserverbundstrukturen hat die BASF spezielle Härter entwickelt. Daraus lassen sich Systeme herstellen, die beim Füllen der Form langsam und beim Aushärten schnell reagieren. Damit können die Hersteller von Rotorblättern für Windkraftanlagen die Produktionszeiten um bis zu 30 Prozent verkürzen und ihre Produktivität steigern. So leistet BASF einen Beitrag zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit von Windkraft als klimafreundlicher Energiequelle.

The concept of saving energy from renewable sources. 3d illustration of a modern battery system with a background of solar wind power plants in a warm evening light.

Hochenergetische, langlebige stationäre Energiespeicherung

NAS®-Batterien sind für die stationäre Energiespeicherung konzipiert und zeichnen sich durch eine Reihe von herausragenden Eigenschaften aus, wie z. B. durch eine große Kapazität, lange Lebensdauer, erhöhte Sicherheit und Umweltfreundlichkeit. Sie ermöglichen eine durchgängige und zuverlässige Stromversorgung. Die Anwendungen reichen vom Ermöglichen erneuerbarer Energienetze bis hin zu Mikro-Lösungen. Erfahren Sie mehr (auf Englisch).