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Ökonomie

Produkte der BASF, aber auch ihr durch den Verbund charakterisiertes Produktionssystem sowie verantwortungsvolle Beschaffung sind Schlüssel zur Verbindung von ökologischer und sozialer Verantwortung mit wirtschaftlichem Erfolg.

Produkte für mehr Nachhaltigkeit

BASF stellt seit ihrer Gründung 1865 Produkte her, die einen Beitrag zur Erfüllung gesellschaftlicher Bedürfnisse oder später auch zur Lösung ökologischer Herausforderungen leisteten. Allerdings waren die Anforderungen früher ganz andere als heute. Und noch wichtiger: Mit dem Bekenntnis zur Nachhaltigkeit richtete BASF ihr Produktportfolio nach 1994 immer stärker an dem neuen Leitbild aus. Heute stehen sogenannte Accelerator-Lösungen im Fokus.

Der Verbund ist eine wesentliche Stärke von BASF. Konsequent realisierte sie Verbundstrukturen mit dem Aufbau ihres Werkes Oppau, wo sie unweit von Ludwigshafen 1913 die weltweit erste Ammoniaksynthese in Betrieb nahm. Hier prägten die heute so typischen Rohrleitungen von Anfang an das äußere Erscheinungsbild des Werkes, das heute den nördlichen Teil des Standorts Ludwigshafen bildet. Im BASF-Stammwerk erfolgte der weitere systematische Ausbau des Verbunds seit den 1960er Jahren. Damit nicht genug. BASF exportierte ihr Erfolgskonzept in dieser Zeit auch zum ersten Mal – und zwar nach Antwerpen. Heute betreibt BASF weltweit sechs Verbundstandorte - in Ludwigshafen, Antwerpen/Belgien, Nanjing/China, Kuantan/Malaysia, Freeport/Texas und Geismar/Louisiana.

Der Vorteil in Sachen Nachhaltigkeit? Im Verbund entstehen effiziente Wertschöpfungsketten. Außerdem können die Nebenprodukte einer Fabrik an einer anderen Stelle als Einsatzstoff dienen. Chemische Prozesse laufen so mit geringem Energie­einsatz und hoher Ausbeute an Produkten ressourcenschonend ab.

Nachhaltigkeit beginnt bereits beim Einkauf. Für BASF zählt verantwortungsvolles Handeln in der gesamten Lieferkette. Deshalb bezog sie auch die Bewertung von Lieferanten zunehmend in ihr Nachhaltigkeitsmanagement ein. Den Anfang machten Umwelt- und Sicherheitsbewertungen von Lieferanten, die BASF seit 1998 durchführte. Soziale Aspekte bzw. die Einhaltung sozialer Mindeststandards in der Lieferkette nahm BASF im Jahr 2000 in ihren Anforderungskatalog auf und schrieb sie in ihren international gültigen Einkaufsbedingungen fest. Zusätzlich hierzu verpflichtete BASF ihre Lieferanten seit 2007 auf einen Verhaltenskodex.

Mit der We create Chemistry-Strategie von 2011 nahm BASF Nachhaltigkeit vermehrt entlang der gesamten Wertschöpfungskette in den Blick und rückte dabei auch den Einkauf stärker in den Vordergrund. In diesem Zusammenhang überarbeitete sie ihr Konzept von Nachhaltigkeit im Einkauf grundlegend, ergänzte relevante Aspekte (zum Beispiel Antidiskriminierungs- und Antikorruptionsvorgaben) und fasste sie in einem ganzheitlichen Ansatz als Umwelt-, Sozial- und Corporate Governance (ESG)-Standards zusammen. Sie sind seitdem Richtschnur für die Lieferantenauswahl und -bewertung und spiegeln sich in dem zuletzt 2018 überarbeiteten Verhaltenskodex für Lieferanten wider. 

Um die Einhaltung ihrer Standards zu überprüfen, führt BASF Bewertungen und Audits ihrer Lieferanten durch. Seit 2011 erfolgen diese im Rahmen der von BASF mitbegründeten Initiative Together for Sustainability (TfS). Allein 2018 wurden insgesamt 100 Standorte von BASF-Rohstofflieferanten zu Nachhaltigkeitsstandards auditiert. 546 Lieferanten erhielten eine Bewertung durch einen externen Dienstleister. So realisiert BASF nachhaltigkeitsorientiertes Management in der Lieferkette.