Global
Nachhaltigkeit

Erneuerbare Energien

Der Dreiklang von Ökonomie, Ökologie und Sozialem ist der rote Faden, der sich durch unser unternehmerisches Denken und Handeln zieht. Als führender Chemieproduzent werden wir bis 2030 unsere Produktion deutlich steigern, ohne dabei unsere CO2-Emissionen zu erhöhen. Das hat BASF in ihrer Unternehmensstrategie fest verankert. Mit unseren Lösungen unterstützen wir unsere Kunden dabei, nachhaltiger zu handeln, und schaffen neue Geschäftsmöglichkeiten, um bestehende Kundenbeziehungen auszubauen.  Nachhaltigkeit ist der Unternehmenszweck der BASF Schwarzheide GmbH.

BASF will bis 2050 klimaneutral werden. Deshalb arbeiten wir daran, emissionsarme Technologien in industriellem Maßstab zu realisieren, bei denen fossile Energieträger wie Erdgas durch elektrischen Strom aus erneuerbaren Quellen ersetzt werden.

 

Der Strombedarf an großen Standorten wie dem Stammwerk in Ludwigshafen wird daher im kommenden Jahrzehnt stark ansteigen. Ab etwa 2035 wird er voraussichtlich bei mehr als dem Dreifachen des heutigen Strombedarfs liegen.

Aufgrund der zunehmenden Relevanz der Versorgung mit erneuerbarer Energie, bündelt BASF ihre Aktivitäten im Bereich Strom aus erneuerbaren Energien ab dem 1. Januar 2022 unter dem Dach der BASF Renewable Energy GmbH. Im Fokus der Geschäftstätigkeiten der hundertprozentigen Tochtergesellschaft der BASF SE stehen die Versorgung der BASF-Gruppe in Europa mit Strom aus erneuerbaren Energien, die Stromhandelsaktivitäten in Europa sowie die weltweite Beratung der BASF und ihrer Gruppengesellschaften im Bereich erneuerbare Energien. Lesen Sie die Presseinformation.

Damit die Transformation der Chemieproduktion gelingt, brauchen wir eine zuverlässige Versorgung mit elektrischem Strom aus erneuerbaren Quellen zu wettbewerbsfähigen Preisen. Dies ist heute in Deutschland nicht gegeben. Deshalb wird BASF aktiv: Wir investieren in Produktionsanlagen für erneuerbare Energien für unseren Eigenbedarf und wir schließen Verträge für die direkte Versorgung unserer Standorte mit Energie aus erneuerbaren Quellen. BASF geht hier voran, weil wir es ernst meinen, bis 2050 unsere Emissionen auf Netto-Null zu reduzieren. Dafür sind auch regulatorische Rahmenbedingungen unerlässlich, die diese Transformation wirtschaftlich möglich machen.

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Einkauf erneuerbarer Energien

Liefervertrag mit Ørsted

186 Megawatt

 

BASF und Ørsted haben im November 2021 einen Vertrag abgeschlossen, der die Abnahme von 186 Megawatt Leistung aus dem von Ørsted geplanten Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 3 in der deutschen Nordsee vorsieht.

Der Offshore-Windpark wird im Jahr 2025 den Betrieb aufnehmen.  Der Stromabnahmevertrag für Offshore-Wind hat eine Laufzeit von 25 Jahren. Er wird dazu beitragen, den erhöhten Strombedarf von BASF durch den Einsatz emissionsarmer Technologien zu decken, und das Unternehmen dem Ziel näherbringen, bis 2050 klimaneutral zu werden.

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Liefervertrag mit ENGIE

 

 

Im November 2021 unterzeichneten BASF und ENGIE einen über 25 Jahre laufenden Stromabnahmevertrag mit Wirkung ab 1. Januar 2022. Die Vereinbarung beinhaltet die Bereitstellung von bis zu 20,7 Terawattstunden (TWh) erneuerbaren Stroms durch ENGIE.

Der Strom aus ENGIE-Portfolio für erneuerbaren Strom in Europa wird mehrere europäische BASF-Standorte versorgen. Der Strom wird zunächst aus verschiedenen spanischen Onshore-Windparks stammen. In Zukunft wird ENGIE die Option haben, entweder Strom aus bestehenden spanischen Anlagen oder aus künftigen Onshore- und Offshore-Windparks zu liefern.

20,7

TWh

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Investitionen in Offshore-Windparks

Die aktuelle Produktion an Strom aus erneuerbaren Quellen reicht bei weitem nicht aus, um den zukünftig erwarteten Energiebedarf der BASF zu erfüllen. Aus diesem Grund investieren wir in Offshore-Windparks. Zum Beispiel kooperieren wir mit RWE, um einen neuen Windpark in der Nordsee zu bauen und wir haben von Vattenfall Anteile an einem bestehenden Windpark erworben.

Kooperation mit RWE


Gigawatt

Ein zusätzlicher Offshore-Windpark mit einer Leistung von 2 Gigawatt (GW) soll den Standort Ludwigshafen mit grünem Strom versorgen.  

Um das gemeinsame Vorhaben voranzutreiben, haben BASF und RWE im Mai 2021 eine Absichtserklärung über eine weitreichende Kooperation für den Aufbau zusätzlicher Kapazitäten für erneuerbaren Strom und zur Nutzung innovativer Technologien für den Klimaschutz unterzeichnet. 

Mit dem Vorhaben könnten etwa 3,8 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden werden, bis zu 2,8 Millionen Tonnen davon direkt bei BASF in Ludwigshafen. Eine finanzielle Förderung durch die öffentliche Hand für den Bau des Windparks wäre nicht erforderlich. 

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Druck

Voraussetzung für die Realisierung des Vorhabens ist ein entsprechender Regulierungsrahmen. Die Politik hat angekündigt, die Ausbauziele für erneuerbare Energien deutlich anzuheben und den Zubau zu beschleunigen. Dafür müssten Flächen für Offshore-Projekte ausgeschrieben werden, deren Nutzung nach heutiger Planung erst nach 2030 vorgesehen ist. Gemeinsam mit RWE regen wir an, diese Flächen gezielt für Ausschreibungen zu nutzen, die auf industrielle Transformationsprozesse fokussieren. Zudem sollte der grüne Strom von der EEG-Umlage entlastet werden.

 

Beteiligung an Offshore-Windpark von Vattenfall

1,5 
Gigawatt

Im September 2021 hat BASF 49,5 Prozent an Vattenfalls Windpark Hollandse Kust Zuid (HKZ) gekauft. Die Montagearbeiten für den Windpark in der niederländischen Nordsee haben im Juli 2021 begonnen. 

Der subventionsfreie Offshore-Windpark soll im Jahr 2023 seinen Betrieb vollständig aufnehmen. Mit einer installierten Gesamtleistung von 1,5 Gigawatt wird er zu diesem Zeitpunkt der größte Offshore-Windpark der Welt sein.

Das ermöglicht es BASF, an mehreren Produktionsstandorten in Europa innovative, emissionsarme Technologien einzusetzen. Der BASF-Verbundstandort Antwerpen wird in erheblichem Maße von dem erneuerbaren Strom profitieren. Das BASF-Werk in Antwerpen ist der größte Chemie-Produktionsstandort in Belgien und der zweitgrößte Standort der BASF-Gruppe weltweit.

BASF wird 25,2 Prozent des Windparks Hollandse Kust Zuid (HKZ) an Allianz Capital Partners verkaufen. Dies kündigte BASF im Dezember 2021 an. BASF wird weiterhin den größten Teil des erzeugten Stroms aus ihrem ursprünglich an HKZ erworbenen Anteil von 49,5 Prozent auf Basis eines langfristigen Festpreis-Stromabnahmevertrags erhalten. Diese Aufstellung passt perfekt zu unserer Make-and-Buy-Strategie.