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Nachhaltigkeit

Emissionsreduktion entlang der Wertschöpfungskette

Wir arbeiten in unserer eigenen Produktion und entlang der Wertschöpfungskette mit unseren Partnern kontinuierlich daran, die Treibhausgasemissionen aus unseren Geschäftsaktivitäten zu reduzieren.

Die Produktion von Chemikalien benötigt viel Energie. Zudem entstehen in bestimmten Prozessen Treibhausgase als Nebenprodukte.
 

Unser Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen, die bei der Erzeugung von Energie in Kraftwerken anfallen, und die Emissionen aus den Produktionsprozessen fortlaufend zu reduzieren. Darum arbeiten unsere Experten ständig daran, die Prozesse und den Aufbau unserer Anlagen weiter zu verbessern.
 

Zudem binden wir unsere Mitarbeiter durch kontinuierliche Kampagnen, bei denen Mitarbeiter an verschiedenen BASF-Standorten Verbesserungsvorschläge für die Betriebsabläufe einreichen können, in unsere Bemühungen zur Effizienzsteigerung ein. Jede umgesetzte Idee wird mit einer finanziellen Prämie gewürdigt, die sich proportional zur Kosten- und Emissionseinsparung errechnet. So erreichen wir jedes Jahr eine Verringerung der Emissionen in Höhe von mehreren Tausend Tonnen CO2-Äquivalente.
 

Dadurch haben wir auf dem Weg zu mehr Klimaschutz bereits viel erreicht. Es ist uns gelungen, die absoluten Emissionen im Chemiegeschäft im Vergleich zu 1990 um 49 Prozent zu senken. Die Reduktion pro Tonne Verkaufsprodukt lag sogar bei 74 Prozent.

Produzierte Menge und Treibhausgasemissionen 1990 - 2018

Zersetzungskatalysatoren für Lachgas

Die Verwendung von Zersetzungskatalysatoren für Lachgas (N2O) ist ein wichtiger Hebel zur Reduktion von Treibhausgasen in unserer Produktion. Wir haben in sämtlichen Anlagen, in denen Lachgas als Nebenprodukt entsteht, eigene N2O-Zersetzungskatalysatoren installiert.

Nachhaltige Energieversorgung für Produktionsstandorte

Energie ist einer der größten Kostenfaktoren bei der Produktion. Deshalb arbeitet die BASF kontinuierlich daran, Energie effizient zu erzeugen und zu nutzen. Wesentliche Komponenten sind hierbei die Nutzung des Energieverbunds an den Produktionsstandorten sowie der Kraft-Wärme-Kopplung bei der Energieerzeugung.

 

Den Einsatz erneuerbarer Energien prüfen wir kontinuierlich. Der Fokus liegt hierbei zunächst auf dem Zukauf von Strom aus erneuerbaren Energien. Auch unsere Forschung leistet einen Beitrag zur Steigerung der Effizienz von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen.

Ressourcen im Energieverbund nutzen

Weltweit setzen wir an großen Produktionsstandorten auf das Verbundkonzept, das Produktion und Energiebedarf auf intelligente Weise miteinander verknüpft: Primärenergieträger werden sowohl als Rohstoff als auch für die Strom- und Dampferzeugung optimal genutzt. Entstehende Prozesswärme wird nicht an die Umwelt abgegeben, sondern steht den Betrieben als Energie zur Verfügung. Durch den Energieverbund sparte die BASF-Gruppe in 2018 rund 18.5 Millionen MWh ein – das entspricht einer Umweltentlastung von 3,7 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. 45 Prozent des Dampfverbrauchs der BASF Gruppe werden durch Abhitzenutzung und Verbrennung von Reststoffen aus der Produktion gedeckt. Der Verbund ist eine unserer herausragenden Stärken, um Ressourcen effizient zu nutzen. Er ist für uns deshalb ein entscheidender Erfolgsfaktor im Wettbewerb und für den Umweltschutz.

Verbundstandort Ludwigshafen

Kraft-Wärme-Kopplung

Um unsere Produktionsstandorte mit Strom und Dampf zu versorgen, setzen wir seit Jahren auf eine Kombination aus Gas- und Dampfturbinen (GuD-Anlagen) in Kraft-Wärme-Kopplung. Diese laufen in unseren Kraftwerken mit einem Gesamtwirkungsgrad von nahezu 90 Prozent – die beste derzeit verfügbare Technologie der industriell nutzbaren Energieumwandlung. Weltweit werden unsere Standorte durch mehr als 25 eigene und von Partnerfirmen betriebene Gasturbinenanlagen in Kraft-Wärme-Kopplung versorgt. Rund 70 Prozent des Strombedarfs der BASF kann auf diese Weise bereitgestellt werden. Hierdurch sparten wir in 2018 gegenüber der getrennten Strom- und Dampferzeugung jährlich etwa 13,1 Millionen MWh an fossilen Brennstoffen ein – das entspricht einer Umweltentlastung von 2,6 Millionen Tonnen CO2.

Effiziente Energieerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung

Mehr über die Energieversorgung der BASF-Gruppe erfahren Sie im Geschäftsbericht 2018 (Energieversorgung der BASF-Gruppe 2018)

Energiemanagement, Energieeffizienz und ISO 50001 bei BASF

Als energieintensives Unternehmen achten wir seit jeher auf den effizienten Einsatz von Energie. Im Rahmen unseres umfassenden Energiemanagements analysieren, verbessern und überprüfen wir ständig unsere energiebezogene Leistung. An einer beträchtlichen Anzahl von Produktionsstandorten weltweit haben wir bereits ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt.

 

Eine Broschüre zum Thema „Energiemanagement, Energieeffizienz und ISO 50001 bei BASF“ finden Sie hier. Einzelne Zertifikate stehen bei Bedarf zur Verfügung.

Lieferanten und Rohstoffe

Die enge Zusammenarbeit der Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist eine Voraussetzung dafür, dass Treibhausgasmissionen gesenkt werden, denn oft lassen sich Möglichkeiten zur Reduzierung der Emissionen nur gemeinsam umsetzen. 52 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen entstanden bei der Herstellung der Rohstoffe, Vorprodukte, Energieträger, Services und Kapitalgüter, die BASF in 2018 eingekauft hat. Wir arbeiten mit ausgewählten Rohstofflieferanten in konkreten Projekten an Lösungen, die zur Reduktion dieser Emissionen beitragen.

 

Umweltschutz-, Arbeitssicherheits- und Sozialstandards sind neben wirtschaftlichen Kriterien Teil der Bewertung neuer und bestehender Lieferbeziehungen. Diese sind in unseren Einkaufsbedingungen verankert.

Transport

Kombiverkehr ist ein wichtiger Hebel zur Emissionsreduzierung in der Logistik. Beim Transport von Gütern mit dem Zug statt Lkw werden die CO2-Emissionen um bis zu 65 Prozent reduziert. BASF nutzt den Kombiverkehr an seinen großen Produktionsstandorten in Ludwigshafen, Schwarzheide und Antwerpen.

 

Photo: KTL