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Ludwigshafen

BASF Tor 4 – Wie geht das neue WIR?

Wir sind … Wir haben ... Wir können da nichts machen. Wir sind dagegen. Wir und … die anderen.

Wir ist ein schwieriges Wort und meistens ist Vorsicht angesagt, wenn es zu oft benutzt wird.

Schwierig, aber notwendig. Überlebenswichtig. Immer drohender wird die Erkenntnis, dass man allein wenig ausrichten kann: Ein Mensch, eine Gruppe, eine Abteilung, eine Institution, ein Dorf, eine Stadt, ein Land, ein Kontinent? Ziemlich hilflos bei Überschwemmung, Pandemie, Klimawandel, Ungerechtigkeit, Wohlstand, Frieden. Das schien vor ein paar Jahrzehnten noch anders, aber heute gibt es da nichts mehr zu diskutieren.

Es gibt keine Stelle mehr, an der man sich allein und in Abgrenzung denken kann, ohne dabei deutlich zu machen, dass man jede Hoffnung verloren hat.

Es braucht eine andere Form von Wir. Es muss alles neu angeschaut werden: Solidarität, Kollegialität, Familiarität, … Und ganz konkret: Wo sollen die Windmasten stehen? Wo verlaufen die Stromleitungen?

Wer fordert was wofür? Wie verteilt die Abteilung das Budget? Wo wird warum gespart? Warum sieht man sich bei allem in Konkurrenz? Warum muss ich verzichten? Warum kann ich hier nicht mit dem Auto längs fahren?

Einschränkungen, Entwicklungen, Ideen und Hoffnungen sind nur noch gemeinsam zu tragen. Aber wie geht das? Halten wir das als Gesellschaft aus? Geht ein Wir ohne Ausgrenzung und Arroganz? Gilt Solidarität auch für etwas, das ich gar nicht kenne?

Und vor allem: Wenn überall so viel Wir gefordert ist, wie ist es dann mit dem Individuellen, mit den professionellen Ichs, den Musikerinnen und Musikern, Künstlerinnen und Künstlern, den Individualisten, Piloten, den außergewöhnlichen Kompetenzen und Talenten? Wie viel Ich kann in einem neuen Wir sein?

Lars Liebscher

Online-Sprechstundentermine für Antragsteller

Jeweils 09.00 - 18.00 Uhr

11. Jan 2022

Anmeldung zur Terminvergabe erfolgt via Email an  tor4@basf.com.

Letzte Aktualisierung 10. Januar 2022